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Saudade

January 30, 2015

Saudade ... oder unsere Bossa Nova Story

 

Saudades, só portugueses
Conseguem senti-las bem.
Porque têm essa palavra
para dizer que as têm.

Fernando Pessoas

 

Diese Worte des portugisischen Schriftstellers Fernando Pessoas - Saudades – nur Portugiesen
können dieses Gefühl kennen, weil nur sie dieses Wort besitzen,
um es wirklich beim Namen zu nennen, beschreiben etwas, das 1959 in Rio so stark war das es eine ganze Musikrichtung bis heute nachhaltig geprägt hat.

Die Bossa Nova ist 50 Jahre jung und verbindet die Menschen weltweit, was vor allem daran liegen mag, das die Musik des Bossa Nova auch eng mit der Darstellung des Künstlers und seiner Interpretation verbunden ist.

Saudade ... jener in der portugiesischen Sprache beschriebene Weltschmerz, spielt dei der Intrpetation des Bossa eine zentrale Rolle . Auch im deutschen existiert kein adäquates Wort. Saudade ist ein wenig melancholisch, ohne jedoch gleich in Depression zu verfallen ... ein wenig traurig, aber niemals schwermütig und doch ... immer voller kleiner hoffnungsvoller Aktzente voller Sensucht. Das Wort steht für das nostalgische Gefühl, etwas Geliebtes verloren zu haben, und drückt oft das Unglück und das unterdrückte Wissen aus, die Sehnsucht nach dem Verlorenen niemals stillen zu können, da es wohl nicht wiederkehren wird.

2007 wählte eine deutsche Jury, beauftragt vom Institut für Auslandsbeziehungen e.V., Berlin, Saudade auf Platz sechs der zehn schönsten Wörter der Welt.  Eine britische Umfrage unter Linguisten und Dolmetschern wählte Saudade zudem in die Top-Ten-Liste der „unübersetzbaren Wörter der Welt“.

Unübersetzbar ... wenn da nicht die Musik und im speziellen der Jazz eine tragende Rolle spielen würden, was diesehr zahlreichen Produktonen der Jahre 2009 und 2010 eindrucksvoll zum Ausdruck bringen konnten, da mehr denn je gerade Künstler der internationlen Szene, ihre eigene Hommage an den Bossa Nova erbrachten.

In dieser Zeit konnten wir zwei sehr schöne Projekte des deutschen Jazz hautnah mit der Kamera begleiten. Zum einen ist dies Peter Fessler, der vielen durch seinen Hit New York - Rio - Tokyo bekannt ist und es sich zum Credo gemacht hat, die Elemente des Fado und des Bossa Nova, mit deutschen Texten zu verbinden.Auf einem neuen Album "Das mit Dir", beschreibt Peter Fessler jene Gradwanderung der Elemente des Bossa und des Fado zugleich ... einzigartig.

Das zweite Projekt kommt von der SWR Bigband und hört auf den Namen "BOSSARENOVA". Um den Bossa nach 50 Jahren zu "renoieren", hat  die Bigband um Dirigent und Arrangeur Ralf Schmid, eine Sängerin aus Rio eingeladen, die seit den ersten Stunden des Bossa Nova vielen Aufnahmen ihre Stimme geschenkt hat. Paula Morelenbaum hat lange mit Antonio Carlos Jobim - einem Mitbegründer des Bossa - zusammengearbeitet und bringt neben ihrer brillianten Interpretaton, auch ein profundes Backgroundwissen mit in dieses Projekt. Solistisch unterstützt wird Bossarenova durch Joo Kraus, der als Jazz-Trompeter seine ganz eigene Interpretation einbringt. Setembro - eines der Stücke - ist sicher eine der stärksten Instrumentalinterpretationen der Saudade

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